https://lovely-pet-care.at/wp-content/uploads/2018/10/barftitel-1-1920x600.jpg

Was ist BARF?

Barf ist ein langjähriger Trend aus den USA, wobei es darum geht, die Ernährung des Hundes möglichst artgerecht und natürlich zu gestalten. Die Abkürzung steht für „Biologisch artgerechtes rohes Futter“. Geprägt hat den Begriff die Amerikanerin Debbie Tripp. Sie hat sowohl die Menschengruppe damit bezeichnet, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernährt, aber auch das Futter selbst. BARF bietet eine einmalige Kombination aus rohem Fleisch, Pansen, vitaminreichem Gemüse und wertvollen Ölen – ohne schädliche Zusatzstoffe, perfekt abgestimmt auf die Nahrungsbedürfnisse Ihres Hundes.

Warum Barfen?

Warum ist die Fütterung mit rohem Fleisch gesund? Der Wolf gilt unbestritten als Stammvater des heutigen Hundes. Auch wenn sich bis zur Domestikation das äußere Erscheinungsbild des Hundes nachhaltig verändert hat, blieben die artbestimmenden Eigenschaften seines Vorfahrens erhalten. Genauso wie der Wolf gehört der Hund zu den Karnivoren – er ist ein Fleischfresser, jedoch nicht ausschließlich. Der Wolf ernährt sich überwiegend vom Fleisch, aber auch von den Innereien seiner Beutetiere – er frisst sie quasi komplett, inklusive Mageninhalt. Neben tierischem Eiweiß erhält er so auch Kohlenhydrate und Ballaststoffe – eine perfekte Mischung aus Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.Um Ihrem Hund eine artgerechte, natürliche und gesunde Ernährung zu ermöglichen, sollte auch sein Futter nicht ausschließlich aus Fleisch bestehen, sondern um einen pflanzlichen Anteil ergänzt werden. Hierfür gut geeignet sind Getreide- und/oder Gemüseflocken, die schnell und einfach unter das Fleisch gemischt werden können. Alternativ können Sie auch gekochten Reis, gekochtes Gemüse etc. verwenden.

Vorteile von BARF?

Welche Vorteile bietet BARF? BARF bietet Ihrem Hund ein artgerechtes, frisches und ausgewogenes Futter. Ein perfekter Mix für mehr Vitalität! Die zahlreichen Vorteile sprechen für sich: • stärkeres Immunsystem • verbesserte Muskulatur • kräftigere Sehnen und Bänder • geringere Wachstumsprobleme • weniger Beschwerden bei Arthritis • eingeschränktes Risiko zur Magendrehung • keine Zahnsteinbildung • gesundes und glänzendes Fell • kein unangenehmer Hundegeruch • geringerer Parasitenbefall • kleinere Kotmengen • kostengünstig

Wieviel muss ich füttern?

Die Futtermenge ist sehr verschieden und abhängig von Alter, Rasse, Aktivitäten, Klima usw. Durchschnittlich benötigt ein gesunder, erwachsener Hund pro Tag ca. 2 % seines Eigengewichtes an Futter. Ist Ihr Hund z. B. 30 kg schwer, sollten Sie ihm 600 g Futter geben, davon 70 bis 90 % Fleisch und Innereien sowie 10 bis 30 % Flocken, Gemüse oder andere Zutaten. Wichtig ist es, jederzeit die individuellen Bedürfnisse des Tieres zu beachten und die Futtermenge ggf. anzupassen. Es ist nicht schwer zu überprüfen, ob ein Hund zu dick oder zu dünn ist: Streichen Sie ihm über die Seiten – wenn Sie die Rippen dabei leicht fühlen können, hat er genau das richtige Gewicht.

Ist die Aktivität wichtig?

Die Aktivität des Haustieres ist bei der Zusammenstellung des Futters wichtig. Ebenso wie das Alter und ob er oder sie sterilisiert ist oder nicht.

Wie erfolgt die Umstellung auf Barf?

Wie sollte die Umstellung auf Fleisch erfolgen? Normalerweise kann eine Ernährungsumstellung übergangslos erfolgen. Bei besonders empfindlichen Hunden ist jedoch eine schrittweise Umstellung sinnvoller. Das Prozedere ist ganz einfach: Mengen Sie dem bisherigen Futter von Tag zu Tag immer mehr Fleisch bei. Dabei ist darauf zu achten, dass die Gesamtration nicht erhöht wird. Auch empfehlen wir Ihnen, in der ersten Zeit mehrere kleine Mahlzeiten zu füttern. Die meisten Hunde reagieren auf eine Ernährungsumstellung völlig normal. Aber es gibt auch Hunde, bei denen während der Umstellungsphase der Kot sehr dünnflüssig ist. Dies jedoch ist kein Grund zur Beunruhigung – es ist lediglich ein Hinweis darauf, dass sich die Darmflora auf natürliche, lebensnotwendige Bakterien umstellt.

Welche Zusätze sind notwendig??

Es gibt sehr viele Zusätze, die Hauptbestandteile und die notwendigen Element sind in der Rohfütterung vorhanden. Ergänzend kann man einige Zusätze geben, besonders bei Unverträglichkeiten, Krankheiten, Haut- Fellproblemen, Unter- oder Überaktivität und so weiter. Eine Beratung von einer oder einem Ernährungsberater sind empfehlenswert.

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Die Kosten beim barfen sind individuell, es kommt immer auf die Qualität, die Menge und die Ergänzungen an die man verwenden möchte. Ob man selber mischt, es mischen lässt. Ob man nach einem Ernährungsplan oder mit einem eigenen Plan arbeitet. Rind & Geflügel sind die eher günstigen Produkte zum Vergleich von Ziege, Lamm, Kaninchen, Ente, Pferd und Wild. Die Innereien, Pansen, Blättermagen und Knochen sind noch die günstigen Ergänzungen. Blut und spezielle Innereien (Kaninchen, Ente, Ziege, Lamm) sind etwas kostspieliger.

Ab welchem Alter soll man Barfen?

Um mit dem Barfen zu Beginnen ist es wichtig zu wissen, ob der Züchter bereits seine Welpen gebarft hat oder mit Trockenfutter gefüttert hat. Wenn der Welpe schon gebarft wurde ist es kein Problem, wurde er nicht gebarft ist ein Erstgespräch mit einer oder einem Ernährungsberater empfehlenswert. Es kann in jedem Alter auf BARF umgestellt werden.